HANDBALL: Fehlerfestival in der Schlussphase und die Verletzung von Kim Ekdahl du Rietz überschatten Löwen-Sieg in Hannover

Ungewollter Nervenkitzel an der Leine

 

Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Hof

 

© Vigneron

 Kim Ekdahl du Dietz musste sich von Flip Taleski stützen lassen

ANNOVER. Acht Mal setzten seine Mitspieler Patrick Groetzki in Szene und acht Mal bedankte sich der Rechtsaußen mit einem Tor. Fehlwurf? Fehlanzeige! Beim 30:26-Erfolg der Rhein-Neckar Löwen bei der TSV Hannover-Burgdorf gelang dem Rechtsaußen nicht weniger als das perfekte Spiel mit einer 100-Prozent-Quote. Doch noch wichtiger als die eigene weiße Weste war dem Nationalspieler vor allem sein letzter Wurf zum 28:25 (57.), der die Weichen in einer plötzlich doch noch einmal spannend werdenden Schlussphase endgültig auf Sieg stellte.

"Das war eigentlich ein toter Winkel, hat aber trotzdem ganz gut geklappt", freute sich Groetzki über seinen Coup und irgendwie bekam er den Ball tatsächlich an TSV-Torwart Malte Semisch vorbei. Über die Bedeutung dieses Treffers waren sich in der Swiss-Life-Hall alle Beteiligten einig. "Dieses Tor war ungemein wichtig", meinte Groetzki während Hannovers Trainer Jens Bürkle dieser Szene gerne einen anderen Ausgang gewünscht hätte. "Vielleicht wäre noch etwas Verrücktes passiert, wenn Patrick da nicht trifft", spekulierte der Coach der Norddeutschen, die sich allerdings bei den Löwen bedanken durften, dass sie überhaupt noch einmal in Reichweite kamen. 

 

 

Schließlich sahen die Badener beim 25:18 (46.) und 27:21 (51.) schon zwei mal wie der sichere Sieger aus, doch besonders die Torflaute in der Schlussphase, als Hannover vier Minuten vor Spielende auf 27:25 herankam und erst Groetzki für die Erlösung sorgte, war so natürlich nicht eingeplant.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 17.02.2017

weiter zum Bericht