HANDBALL: Löwen siegen bei IFK Kristianstad 31:29 / Kielce patzt

Achtelfinale erreicht, Platz eins in Sicht

 

Von unserem Redaktionsmitglied Marc Stevermüer 

 

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Rafael Baena, hier gegen Skopje, erzielte acht Treffer in Kristianstad.

 

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KRISTIANSTAD. Die Reise in seine schwedische Heimat ließ sich Kim Ekdahl du Rietz nicht nehmen. Wenn er schon nicht auf dem Feld stehen und Handball spielen konnte, wollte der am Sprunggelenk verletzte Rückraumspieler der Rhein-Neckar Löwen am Rande der Champions-League-Partie bei IFK Kristianstad wenigstens ein paar Freunde treffen - und mit Torwart Mikael Appelgren hatte er sogar noch einen fürsorglichen "Krankenpfleger" dabei. Der Schlussmann des deutschen Meisters kutschierte Ekdahl du Rietz im Rollstuhl durch den Frankfurter Flughafen, gestern Abend schaute der Rechtshänder dann vom Spielfeldrand aus zu, wie das letzte Aufgebot der Löwen beim schwedischen Titelträger einen 31:29 (15:16)-Erfolg erkämpfte. Durch die zwei Punkte ist den Badenern die Achtelfinalteilnahme nicht mehr zu nehmen, nach dem Patzer von Titelverteidiger Vive Kielce bei RK Celje rückten sie außerdem auf Rang zwei vor. Bei nur einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Vardar Skopje ist zudem immer noch der Gruppensieg drin.

Ekdahl du Rietz wohl früher fit 

 

"Heute war es nicht schwer, Trainer zu sein. So viele Optionen hatte ich ja nicht", scherzte Nikolaj Jacobsen angesichts der akuten Personalnot. Neben Ekdahl du Rietz, dessen Bänder möglicherweise doch nicht gerissen sind und der wahrscheinlich schon in drei bis vier Wochen wieder spielen kann, fiel kurzfristig auch Marius Steinhauser mit Oberschenkelproblemen aus. Außerdem fehlten Michel Abt (Knorpelschaden), Dejan Manaskov (Muskelfaserriss) und der in der Königsklasse nicht spielberechtigte Filip Taleski.

© Mannheimer Morgen, Montag, 20.02.2017

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